4 Tipps für ein effektives Entrümpeln

Wenn die Finger schmerzen, der Rücken sich über das weiche Bett freut und sich vor der Wohnungstür Kisten voller aussortierter Dinge sammeln – dann sind dies Zeichen dafür, dass ich es mal wieder gewagt habe die Wohnung zu optimieren.

Wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben. Das ist auch eitel. Mehrt sich das Gut, so mehren sich, die es verzehren; und was hat sein Besitzer davon als das Nachsehen? (Prediger 5, 9+10)

Schon in der Bibel steht, dass der Besitzer von seinem vielen Hab und Gut letztendlich nichts hat als Nachsehen. Warum also nicht gleich ausmisten und sich von ungenutzten Ballast befreien? Doch wohin damit?

In den meisten Fällen sind mir die Dinge einfach immer noch zu wertvoll, als dass ich sie wegschmeißen möchte. Vielleicht geht es dir genauso. Deswegen habe ich für dich ein paar Ideen zusammengetragen, an denen du dich halten kannst, wenn dich das Wohnungsoptimierungbedürfnis oder altdeutsch „der Frühlingsputz“ überkommt.

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Eine kleine Vorwarnung vorweg: Die folgenden Tipps können dazu führen, dass die ausgemisteten Sachen weiterhin in einer Ecke deiner Wohnung liegen. Möchtest du sofort eine aufgeräumte Wohnung haben, solltest du tatsächlich den Weg zur Mülltonne wählen. Es ist nicht zu empfehlen, das Aussortierte auf dem Dachboden, in der Kammer oder im Keller zu verstauen – so ist es dir zwar aus dem Blickfeld, aber damit auch aus dem Kopf und irgendwann kannst du dich daran machen den Dachboden aufzuräumen… oder die Kammer… oder den Keller. Wenn es dich also nicht eilt, die aussortierten Dinge sofort los zu werden, dann habe ich folgende Tipps:

  1.  Rebuy und Momox – ein kleiner Nebenverdienst gefällig?
    • Ankaufsportal für CDs, DVDs, Bücher, Schulbücher, Smartphone und weitere Technik. Auf http://www.werzahltmehr. könnt ihr übrigens vergleichen, welcher Ankäufer am meisten für die Gebrauchtwaren bietet – und ja, das Vergleichen lohnt sich! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es teilweise erhebliche Unterschiede in der Bezahlung gibt. Nimm dir also diese Zeit! Und noch ein Tipp: Abonniere den Newsletter und suche im Internet nach besonderen Aktionen, die den Ankaufswert eventuell erhöhen.
  2. DRK Secondhand-Shop – jeden Tag eine gute Tat
    • Bei mir in der Stadt gibt es einen Seconhand-Shop vom Deutschen Roten Kreuz. Sicherlich gibt es solche auch bei dir in der Nähe, sei es von der Caritas oder von ADRA. Meine aussortierte Kleidung, Schuhe und sogar auch Bilderrahmen gebe ich hier regelmäßig ab. Die ehrenamtlichen Verkäufer freuen sich um jedes Kleidungsstück, dass modern aussieht. Geld bekomme ich für meine Abgabe nicht, aber sie werden für einen guten Zweck verkauft. Das finde ich gut!
  3. Free your stuff – Facebook ganz alltäglich
    • Endlich eine sinnvolle Facebook-Gruppe dachte ich mir, als ich von dem Free your stuff-Trend zum ersten Mal hörte und machte sogleich mit. Das Prinzip ist einfach: Du postest in der Gruppe am besten mit Bild die Dinge, die du verschenken möchtest. Die Betonung liegt hier auf verschenken, also komplett kostenfrei weitergibst. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten – entweder es melden sich Interessenten bei dir in einer privaten Nachricht oder Kommentar und ihr macht einen Übergabeort inkl. Uhrzeit aus oder du stellst die aussortierte Dinge vor die Tür und jeder darf sie abholen. Auf diese Weise habe ich selbst schon ein tolles Gesellschaftsspiel erhalten und eine Frau in der Bahn wiedergesehen, die meinen geschenkten Hut trägt. Life is nice!
  4. Ebay Kleinanzeigen – traditionell unterwegs
    • Ebay kennt wohl jeder, die kostenfreien Kleinanzeigen aber nicht. Zu diesem Verkaufsportal habe ich gemischte Gefühle. Zum einen konnte ich hier tatsächlich z.B. Kleidung verkaufen, von der ich nie dachte, dass ich hier einen Käufer finde. Zum anderen ist wenig Sicherheit da, wenn der Käufer seinen Artikel nicht persönlich abholt. Viele wünschen den Postweg und das bedeutet Arbeit. Andererseits knöpft Ebay bei den Kleinanzeigen noch keine Provision ab. Es gibt also Vor- und Nachteile.

Wenn ich dich bisher noch nicht vom Entrümpeln überzeugen konnte, dann vielleicht damit: Aufräumen ist eine psychologisch wirksame Aktion, die sich positiv auf dein Leben auswirkt. So muss man beim Ausmisten diverse tief psychologische Handlungen durchführen. Da wäre zum einen das Loslassen und der damit verbundene Trauerprozess, zum anderen das bewusste Treffen von zügigen Entscheidungen und zu guter Letzt das Setzen von Prioritäten und der damit einhergehenden Veränderung des Lebensstils.

Wenn wir schon über Aufräumen und das Entrümpeln des Alltags reden, dann fällt mir auch schnell der Begriff Minimalismus ein. In einem einwöchigen TV-Versuch wurden zwei WG-Mitbewohnerinnen die Aufgabe gestellt, sich für genau 100 Dinge zu entscheiden, die sie für diese eine Woche nur nutzen dürften. 100 Dinge? Das klingt viel! Doch bedenkt man, dass ein/e Deutsche/r durchschnittlich 1.000 Dinge besitzt, klingen die 10% davon doch recht wenig…. Habt ihr schon einmal den Minimalismus-Trend ausprobiert?  Wer weiß, vielleicht versuche ich es selbst einmal.

 

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