Kleine Ostsee-Auszeit

Na, wie geht es euch? Seit ein paar Tagen bin ich in einer lustlosen Stimmung. Gefangen in meiner To-Do-Liste (…yippiiiiieh, es ist wieder Prüfungszeit!), aus der ich leider nicht entkomme , denke ich daran, was ich vor einem Jahr getan habe.

Und ich erinnere mich an eine Auszeit.

Ich bin zur Ruhe gekommen. Mein Herz ist zufrieden und still. Wie ein Kind in den Armen seiner Mutter, so ruhig und geborgen bin ich bei dir.“ Psalm 131,2

An eine Auszeit an der Ostsee. So wunderbar erholsam, so wunderbar kalt und so wunderbar menschenleer. Allein aber nicht einsam.

Wir waren zu fünft und trafen uns an einem Donnerstagabend an unserem süßen Strandhaus mitten an der Strandpromenade in Scharbeutz. Das Wetter war eisig und so nutzten wir unsere gemeinsamen Minuten für winterliche Strandsspaziergänge, Gemeinschaftsspiele und Filmabende.

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Aber von vorne: Nachdem wir den Kofferraum mit Lebensmittel aus dem Supermarkt gefüllt hatten, frühstückten wir erst einmal ausgiebig.  Satt und glücklich ging es dann raus ans Meer – also einmal über die Straße und die Düne hinunter. Wir dehnten unseren Spaziergang aus und genossen den Ostseejanuar. Die komplette Strandpromenade hoch und wieder zurück, gemächlich in etwas mehr als zwei Stunden.

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Highlight für mich waren dabei (neben den atemberaubenden Häusern – huch und hach und seufz!), die angeschwemmten Blüten und Blumen, die ich unbedingt fotografieren musste.

Welche Geschichte steckte wohl hinter diesen Blüten? Gab es eine Hochzeit auf dem Meer? Eine unerwiderte Liebesgeschichte am Strand? Oder war es doch einfach nur die durch den Wind hergebrachte Balkonpracht? Wir entschieden uns für die erste Version.

Die touristischen Highlights sind an der Strandpromenade von Haffkrug bis nach Scharbeutz jedoch nicht die Blumen, sondern das (leider im Winter geschlossene) Dünengolf, ein tragisches (und unheimlich berührendes) Mahnmal zur Cap Arcona,  dann die Ostseetherme, ein pittoreskes Schild mit dem Hinweis zur Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h (das hätten wir doch beinahe in der Eile übersehen), aber natürlich auch das Café Wichtig.

In letzteres sind wir auch eingekehrt – und zwar für einen leckeren Latte Macchiato und einer Buttermilch-Himbeer-Torte. Absolut zu empfehlen – hier war ich schon 2012 (damals jedoch an einem lauen Sommerabend bei Getränk und leckersten Milchreis). Wieder daheim rundeten wir den Vormittag kulinarisch mit einer One-Pot-Spaghetti ab, bevor wir mit dem Auto gen Lübeckfuhren.

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Eine ganz neue Erfahrung für mich, die diese Stadt bisher nur aus dem Sommer kennt. Allein über diese – oh so hübsche – Stadt mit einem einzigartigen Hansestadt-Flair müsste ein kompletter Blogpost gehen. An dieser Stelle soll nur die Haltstelle „Fegefeuer“ genannt werden, an dessen Ort gleichzeitig eine christliche Buchhandlung seit vielen Jahren besteht. Dieses Geschäft hat auch eine interessante Second-Hand-Ecke, in der ich dann auch mit einer gebrauchten Jahresbibel fündig wurde.

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Am Samstag besuchten wir am Vormittag eine unglaublich nette und offene Kirchengemeinde in Bad Schwartau. Hier waren wir auch noch zu einem Mittagessen eingeladen.Wer mehr über den „Knotenpunkt“ erfahren möchten, geht am besten auf die Website.

Am Nachmittag machten wir uns auf zu Karls Erdbeerland. Hier gibt es nicht nur alles von und mit Erdbeeren (Erdbeermarmelade, Erdbeersaft, Pflaster, Tassen, Teller mit Erdbeeren darauf), sondern es gibt auch neben einer riesigien Dekorations-Verkaufsladenfläche die Möglichkeit zum Töpfern. Zudem werden süße kleine Holzstühlchen angeboten, ein Teekannen-Beobachtungsposten, im Sommer Traktorfahrten, ein Kinderabenteuerspielplatz und natürlich ein Gastronomiebereich. All das war ein tolles Erlebnis und bei diesem schlechten Wetter auch entsprechend voll (obwohl es Winter war – aber es sind auch sehr viele Anwohner mit ihren Kinder gekommen). Karls Erdbeerland ist nicht nur etwas für Kinder – ich möchte dort auf jeden Fall noch einmal hin. Übrigens: Verpasst es nicht, dort auf die Toiletten zu gehen – nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein wahres Erlebnis! Hier ein kleines Bild von den Waschbecken:

Genug von den Erdbeeren, fuhren wir zu dem nicht weit entfernten Timmendorfer Strand – leider beim eisigen Nieselregen – und entdeckten ein kleines Atelier mit Angebot von hausgemachten Kuchen und natürlich leckeren Kaffee. Mit uns fünf, den zwei Besitzern und ihren Hund wurde es schon recht eng, aber auch sehr gemütlich. Wer das kleine Atelier mit Wohlfühlatmosphäre auch besuchen möchte, sollte an die Strandallee 116, 23669 Timmendorfer Strand gehen oder auf die Website KunstRaum-Ostsee.

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Nach einem letzten Strandspaziergang am Sonntag ging es dann leider wieder heim…

Am Winterstrand gefielen mir besonders die wundervollen Farben des immergelben Dünengrases mit dem graukalten Meer als Hintergrund. Und der Sanddorn. Und die frische Luft. Und …. ach, ich liebe einfach das raue Meer!

Warst du schon im Winter am Meer? Wie hast du deine Zeit dort verbracht? Oder kennst du bereits die Gegend um Scharbeutz und hast noch weitere winterliche Tipps? Schreib mir einen Kommentar – ich freue mich darauf.

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