Es ist gut zu wissen

#prayforparis.

War man vor einem Monat im Internet unterwegs, egal ob in sozialen Netzwerken oder Nachrichtenwebseiten, waren diese drei Wörter überall: #prayforparis.

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Die Anschläge am 13.11.2015 in Paris erschütterten nicht nur Franzosen, nicht durch Deutsche, sondern die ganze Welt. Vielleicht muss man „westliche“ Welt hinzufügen.

#prayforparis – übersetzt „Bete“ oder „Betet für Paris“ stellt sonderbarerweise das Gebet zu einem Gott in den Fokus und somit den Glauben, dass durch Gebet sich eine Situation verbessern kann – seltsamerweise hieß es nicht „Wo ist Gott?“, sondern „Betet zu ihm!“.

Eine religiöse Tat. Liegt der Grund hierfür darin, dass die Anschläge ebenfalls mit einem (vermeintlich) religiösen Hintergrund durchgeführt wurden? Möchten die christlichen Länder sagen: „Hey, wir haben einen besseren Gott“? Soll ein Wettkampf zwischen Allah und Gott stattfinden? Ein Wettkampf zwischen Göttern – so ähnlich wie es ihn schon in der Bibel gab: Elia zeigte den Baalspriestern in 1. Könige 18, 17-45, wer der wahre Gott ist. Beziehungsweise offenbarte Gott sich selbst, indem er erst Feuer als Zeichen schickte und darauf den so lang ersehnten Regen. Auch heute bittet die Gesellschaft Gott um ein Zeichen – aber warum tut er offenbar nichts? Ist es vielleicht, weil Allah und Gott ein und derselbe ist? Ich lasse diese Frage bewusst an dieser Stelle so stehen.

Wie erging es euch am 13. November und die Tage darauf? Für mich war der 13. November ein ganz besonderer Tag. Nach drei Jahren intensives Studiums, standen die Übergabe meines Bachelorzeugnisses und die von weiteren 2.000 Studenten bevor. Meine Hochschule richtete dazu eine große Feier aus. Ein bekanntes Konzert- und Kongresszentrum gehörte nur uns. Alle Absolventen und ihre Angehörigen erschienen in schönen Kleidern, herausgemacht und gespannt auf die Bachelor-Urkunde. Der Abend begann und nach der Zeugnisübergabe verteilten sich alle Gäste und Absolventen im Gebäude. Wir gingen zu einem großen Saal, in dem ein Konzert stattfand. Da ich mich mit einer Freundin treffen wollte, sie aber in der Menschenmenge noch nicht entdeckt hatte, schrieb ich ihr eine Nachricht und schaute dann regelmäßig aufs Handy, ob ich nicht eine Nachricht von ihr erhalten habe. Statt von ihr erhielt ich Eilnachrichten von der Tagesschau-App. Auf einmal war mir nicht mehr nach Feiern zu Mute. Und es kamen andauernd neue Meldungen. Mir kam auf einmal dieses ganze Fest ziemlich unwichtig vor. Aber natürlich möchte man den Abend genießen – doch auf der anderen Seite kenne ich einige Personen in Paris.

Als wir dann spät in der Nacht nach Hause kamen, erhielt ich noch weitere Nachrichten. Dieses Mal nicht von der ARD, sondern von Facebook. Auf Facebook kann vermerkt werden, dass man in Sicherheit ist, falls man sich an einem Ort aufhält, an dem gerade etwas Schreckliches passiert. Die Freunde dieser Person erhalten darauf eine Benachrichtigung. So auch ich.

Es ist gut zu wissen, dass jemand in Sicherheit ist.

Drei Tage später las ich im Internet einen Text, den eine junge Frau meines Alters, verfasst hat, die zu den Überlebenden des Attentats in der Konzerthalle gehörte. Lest ihren ganzen Post unter folgenden Link:

you never think it will happen to you. It was just a friday night at a rock show. the atmosphere was so happy and…

Posted by Isobel Bowdery on Samstag, 14. November 2015

Sie spricht nicht über Hass, sondern Liebe.

Es ist gut zu wissen, dass es Liebe gibt.

Gerade in der Adventszeit spüren wir das Bedürfnis nach Liebe oftmals stärker als im gesamten Jahr. In einer dunklen Jahreszeit ist es schön, mit Familie und Freunde beisammen zu sein. Liebe zu geben und zu genießen – sei es in Form von Plätzchenbacken, gemeinsamen Lachen oder ein längeres Telefonat. Der Konsum und die Medien möchten uns zwar vorgaukeln, dass die Liebe nur käuflich ist, aber wir wissen es doch alle eigentlich besser. Die Liebe ist uns geschenkt wurden – es ist ein Geschenk Gottes. Gottes größtes Geschenk an uns, ist sein Sohn Jesus Christus. Dass dieser auf die Welt kam. Als hilfloser, kleiner Mensch und doch so göttlich.

Advent bedeutet Hoffnung. Die Adventszeit drückt die Hoffnung auf eine bessere Zeit aus. Auf eine Welt, auf der es keinen Schmerz mehr geben wird. Ja, ich glaube daran, dass diese Zeit kommen wird. Und egal, was auf dieser Welt unerklärlich Schreckliches passiert: Die Hoffnung und der Glaube an das Gute stirbt zuletzt.

Silbermond hat ein Lied mit dem Titel „Das Gute gewinnt“ verfasst.

Der besungene Held (am Ende des Liedes) stellt meine Hoffnung und meinen Glauben dar, nämlich Jesus Christus. Beides – Hoffnung und Glauben – setze ich darauf, dass er wiederkommt, wie es in der Bibel beschrieben steht. Und in dieser Hinsicht:

Es ist gut zu wissen, dass Jesus wiederkommt.

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